„Grenzgänge“ –Michael Endres bei der Chopin-Gesellschaft
Ein Grenzgänger in vielerlei Hinsicht ist der aus Sonthofen im Allgäu stammende, mittlerweile in Neuseeland lebende Pianist Michael Endres. Bekannt geworden als langjähriger Klavierpartner des legendären Baritons Hermann Prey, galt er lange als „bestgehütetes Geheimnis der Pianistenszene“. Abseits des internationalen Starrummels etablierte er eine Karriere, in der Kritiker ihn in eine Reihe mit Richter, Pollini, Brendel, Perahia und Kissin stellten.
Seine umfangreiche Diskographie umfasst mittlerweile 29 CDs, er wurde dreimal mit dem Diapason d’ Or und zwei Mal mit dem Choc du Musique ausgezeichnet. Der führende US Kritiker Richard Dyer (Boston Globe) beschrieb Endres als „einen der interessantesten Pianisten, welche heutzutage auf CD erscheinen“, die New York Times bemerkte: „die Aufführungen mit dem Pianisten Michael Endres waren richtungsweisend“, und das Gramophone Magazin stellte fest: „er ist ein herausragender Schubert-Interpret“.
Die Chopin-Gesellschaft Vorarlberg freut sich, dass sie diesen Künstler für ein Konzert gewinnen konnte. In einem so ungewöhnlichen wie spannenden Programm wird er die Synthese von gesanglichem Spiel und höchster Virtuosität zelebrieren. Im ersten Teil stehen zwei Fantasien von Schubert auf dem Programm, zunächst die liedhafte Grazer Fantasie, danach die berühmte „Wanderer-Fantasie“, die trotz aller Virtuosität doch ihren liedhaften Kern im zweiten Satz hat. Nach der Pause werden zunächst drei Liszt-Transkriptionen von Schubert-Liedern gegeben, bevor das gesamte Songbook von George Gershwin zu hören sein wird, die ebenso fesselnde wie anspruchsvolle Sammlung von Liedern, die Gershwin selbst für Klavier solo gesetzt hat.
Karten zu € 30,00 (€25 für Mitglieder der Chopin-Gesellschaft, € 10,00 für Jugendliche und Studierende) können bei noracalvosmith@gmail.com reserviert oder an der Abendkasse erworben werden.
In Kooperation mit der Stella-Musikhochschule: Studierende und Lehrende der Hochschule haben freien Eintritt.